| Frans Schartaus Gymnasium in Stockholm, Schweden
1856 gründete die Grosshändlergesellschaft von Stockholm eine
Lehranstalt, benannt nach dem bekannten Reichstagsabgeordneten und
Kaufmann Frans Schartau (1797-1870), der im 19. Jahrhundert in Stockholm
tätig war.
Damals war der tragende Gedanke, den Schülern und Schülerinnen des neugegründeten Handelsinstituts solide Grundkenntnisse in den
Wirtschaftswissenschaften und Fremdsprachen zu vermitteln, um sie auf
den internationalen Handel vorzubereiten.
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Seitdem ist die Grosshändlergesellschaft durch eine Stiftung, die
jährlich Stipendien für Auslandsstudien an erfolgreiche Gymnasiasten
verleiht, mit unserer Schule verbunden.
Im Jahre 1915 wurde in der Stigbergsgatan 26 das imposante
Backsteingebäude fertiggestellt, das jahrelang als das führende
Handelsinstitut der schwedischen Hauptstadt galt. Die Schule war bis in
die 50-er Jahre Privateigentum, ging aber danach in den Besitz der Stadt
über.
Seit dem Herbst 2000 wird dort Erwachsenenausbildung betrieben.
Das heutige Gymnasium für Jugendliche liegt in der Bohusgatan 24-26 und
wurde von den Architeken Nils Ahrbom und Helge Zimdahl entworfen. Bei
seiner Eröffnung 1945 galt es als sehr modern. Die Aula war und wird
ihrer Konstruktion und ausgezeichneten Akustik wegen besonders geschätzt.
Eine Wand rechts des Aulaeingangs ist von einem Relief der Künstlerin
Tyra Lundgren geschmückt, worauf unter anderen Frauen die
Schriftstellerin Selma Lagerlöf, die Schauspielerin Greta Garbo und die
Heilige Birgitta dargestellt sind.
Ursprünglich beherbergte nämlich das Schulhaus die Gymnasiastinnen von Södermalm, der gröβten Insel im Süden der Innenstadt.
Das heutige Gymnasium für Mädchen und Jungen besteht seit 1986.
In den späten 90-er Jahren wurde unser Schulhaus an der Bohusgatan
gründlich renoviert und mit einem Aufzug versehen. Die Einweihung fand
am 26. April 2001 statt und seither haben wir eine zeitgemässe,
funktionelle Schule.
Der Schulhof und Garten ist ebenfalls umgestaltet worden und bietet den
Schülern in den Pausen Gelegenheit zur Entspannung. Die
zweihundertjährige stattliche Eiche im Schulhof ist traditions-trächtig:
Am 8. Mai 1945 versammelten sich Schülerinnen und Lehrer unter dem Baum,
um das Ende des Zweiten Weltkrieges zu feiern. Jedes Jahr finden sich
unter ihren mächtigen Ästen die Schüler der Abschlussklassen ein, um den
Monat Mai zu begrüssen, indem sie ihre weiβen Mützen, das Wahrzeichen
des schwedischen ”Studentexamens”, zum ersten Mal aufsetzen und mit
ihren Lehrern traditionelle Lieder singen. Anfang Juni wird dann der
Studienabschluss, das Abitur, richtig gefeiert. Die schwedische
Gymnasialbildung besteht aus drei Schuljahren, die der deutschen
Oberstufe entsprechen.
Unser Profil
Wir streben danach, eines der besten Gymnasien auf den Gebieten
Wirtschafts- und Sozialwissenschaften zu sein. Dieses Ziel erreichen wir
durch die stetige Weiterentwicklung unserer Kurse entsprechend
europäischer Perspektiven. Die Pflege internationaler Kontakte,
hauptsächlich mit Europa, spielen ebenfalls eine wichtige Rolle.
Unser Leitbild
Die Schule soll Geborgenheit und Sicherheit vermitteln und die
Kreativität der Schüler anregen, um sie auf lebenslanges Lernen
vorzubereiten. Der Wissensdurst und die Neugier der Schüler sind ein
Garant für ihre späteren Studien- und Berufserfolge.
In diesem Sinne bemühen wir uns, unsere Schüler für ihre
Eigenverantwortung zu sensibilisieren und ihre Selbstständigkeit im
Lernprozess zu fördern.
Unsere Arbeitsweise
Wir befürworten einen holistischen und fächerübergreifenden
Problemansatz. Wir bemühen uns, flexibel zu sein, um den Bedürfnissen
unserer Schüler gerecht zu werden. Verschiedene Arbeitsmethoden und die
Förderung von EDV-Kenntnissen sind daher elementarer Bestandteil unserer
Arbeit.
Wir betonen die Bedeutung guter Fremdsprachenkenntnisse und praktischer
Erfahrungen. Weiter vermitteln wir den Schülern wissenschaftliche
Ansätze zur Problemlösung, sowie moderne Lerntechniken als Vorbereitung
auf ihr kommendes Studium und Berufsleben.
Wir sind davon überzeugt, dass solide Kenntnisse der europäischen
Geschichte die Schüler auf positive Begegnungen mit ihren europäischen
Altersgenossen/Innen vorbereiten. Deshalb fördern wir Studienreisen
sowie Praktika im europäischen Ausland.
Das Lehrerkollegium
Von unseren Mitarbeitern
erwarten wir Kompetenz und Engagement. Weiterhin muss der Schüler im
Zentrum stehen und seine individuelle Leistung gefördert werden. Die
Mitarbeiter der verschiedenen Funktionseinheiten innerhalb der Schule
kennen die gemeinsamen Ziele und arbeiten Hand in Hand.
Unsere Verpflichtungen
Es ist wichtig, dass die Schüler sich als Mitwirkende an der
europäischen Integration verstehen.
Daher ist der Kurs ”Europastudium” für alle Schüler Pflichtfach.
Die Schüler werden dazu angeregt, von dem bestehenden internationalen
Netzwerk Gebrauch zu machen, indem sie E-Mails austauschen,
Partnerschulen besuchen und am Unterricht von Gastlehrern teilnehmen.
Ein holistischer Problemansatz und gute Planung ist unser
Schlüsselkonzept.
Dies wird durch Lehrpläne, Terminkalender und Stundenpläne gewährleistet.
Lehrer arbeiten bei Bedarf und Möglichkeit fächerübergreifend.
Wirklichkeitsgetreues Lernen
Studienbesuche und Praktika ermöglichen Praxisbezug.
Auch Gastlehrer und Gastdozenten verschiedener Institutionen und
Universitäten tragen dazu bei.
Schülerbeteiligung auf verschiedenen Ebenen
Schüler und Lehrer planen Unterricht und Hausaufgaben gemeinsam.
Alle Kurse werden am Ende ausgewertet.
Zwei Klassenlehrer begleiten je 16 Schüler bei ihrer Arbeit und machen
sich ein
Gesamtbild von ihrer Studiensituation. Regelmässige Gespräche mit
Schülern und Eltern sichern die Unterstützung und Förderung der Schüler.
Allen Schülern im zweiten Schuljahr des Gymnasiums wird eine Umfrage,
die zukünftigen Verbesserungen dienen soll, zur Beantwortung vorgelegt.
Die Schulleitung trifft sich monatlich mit Vertretern des Schülerrates
und bespricht dringende Fragen.
Das Frans Schartaus Gymnasium hat die Schwerpunkte
Gesellschaftswissenschaften, Sprachen und Wirtschaftswissen-schaften.
Folgende Programme werden angeboten:
Handelsprogramm für Betriebslehre, Verwaltung und Dienstleistung
Handelsprogramm für Reisen und Fremdenverkehr
IVIK, ein individuelles einjähriges Progamm für neuangesiedelte Schüler
zur Vorbereitung auf das Gymnasium.
Sozialwissenschaftliches Programm mit Schwerpunkt Deutsch, Englisch,
Französisch oder Spanisch.
Sozialwissenschaftliches Programm, Fremdsprachen allgemein.
Sozialwissenschaftliches Programm, Schwerpunkt Sozialwissenschaften
Sozialwissenschaftliches Programm, Schwerpunkt Wirtschaftswissenschaften.
Marcella Scheer
Claudia Barenthin
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